Visa Information System (VIS):


Das VIS ist ein System für den Austausch von Visa-Daten zwischen den Schengener Staaten. Die Hauptziele des VIS bestehen darin, die Verfahren der Visumbeantragung zu vereinfachen, Kontrollen an den Außengrenzen zu erleichtern und die Sicherheit- auch für den Antragsteller- zu erhöhen.

Das Visa-Informationssystem (VIS) wurde am 11. Oktober 2011 in Kraft gesetzt und schrittweise von den Visa-Zentren der Schengen-Mitgliedstaaten übernommen.

Die Auslandsvertretungen der Schengen-Mitgliedstaaten in der Russischen Föderation, einschließlich Deutschland, wurden am 14.09.2015 mit der zentralen VIS-Datenbank verbunden. Ab diesem Datum müssen Antragsteller ihre Fingerabdrücke bei Antragsabgabe abgeben.

Nach der Annahme des VIS-Systems:

  • Der Antragsteller muss seinen ersten Antrag auf ein Schengen-Visum persönlich einreichen, damit die biometrischen Daten, einschließlich Fingerabdrücke und ein Foto, erfasst werden können.
  • Die oben genannten biometrischen Daten werden in der VIS-Datenbank gespeichert und können danach für 59 Monate abgerufen werden. Das bedeutet, dass die Antragsteller nach dem ersten Mal keinen persönlichen Antrag stellen müssen.
  • Bei der Einreise in den Schengen-Raum können die Grenzkontrollbehörden die Identität der Reisenden mithilfe des VIS-Systems überprüfen.

Bei Beantragung eines Schengen-Visums (Kategorie C) müssen alle Antragsteller ihre biometrischen Daten einreichen. Ein Schengen-Visumantrag kann nicht akzeptiert werden, wenn der Antragsteller die Abgabe seiner biometrischen Daten ablehnt. Es gibt keine Ausnahmeregelung gemäß EU-Verordnung.

Die folgenden Antragsteller sind von der Abgabe der Fingerabdrücke befreit:

  • Kinder unter 12 Jahren
  • Wenn physisch die Möglichkeit für die Erfassung von Fingerabdrücken nicht besteht.
  • Staats- oder Regierungschef, Mitglieder einer nationalen Regierung, einschließlich ihres Ehepartners und Mitglieder ihrer Delegation, wenn sie offiziell von den Regierungen eines Mitgliedstaats oder von einer internationalen Organisation eingeladen werden
  • Antragsteller, die in den letzten 59 Monaten bereits Fingerabdrücke bei einem Schengenpartner abgegeben haben

In Ausnahmefällen kann es sein, dass die Antragsteller von der Auslandsvertretung gebeten werden, nach Antragstellung erneut Fingerabdrücke abzugeben. Selbst wenn die Antragsteller in den letzten 59 Monaten bereits Fingerabdrücke abgegeben haben, behält sich die Auslandsvertretung jederzeit vor, aus technischen Gründen erneut die Fingerabdrücke zu erfassen. Dies liegt im Ermessen der Auslandsvertretung, VisaMetric übernimmt hierfür keine Verantwortung.


Bitte beachten Sie, dass für die Antragstellung Ihre persönliche Vorsprache erforderlich ist, da am Tag der Antragstellung für Nationales Visum Ihre Fingerabdrücke erfasst werden.