Visa Information System (VIS):

Das VIS ermöglicht den Austausch von Visa-Daten zwischen den Schengen-Staaten. Es zielt darauf ab, das Verfahren zur Visumerteilung zu vereinfachen und gleichzeitig die Grenzkontrollverfahren an den Schengen-Außengrenzen zu erleichtern und die Sicherheit, einschließlich des Antragstellers, zu verbessern.

Das VIS-Informationssystem (VIS) wurde am 13. Oktober 2011 in Kraft gesetzt und nach und nach von den Visa-Zentren der verschiedenen Mitgliedstaaten des Schengen-Raums übernommen.

Die deutschen Auslandsvertretungen im Iran wurden am 13. Januar 2013 an die zentrale Datenbank VIS angebunden. Seitdem müssen bei der Beantragung von Schengen Visa die Fingerabdrücke erfasst werden.

Nach der Einführung des VIS -Systems:

  • Antragsteller müssen ihren Erstantrag persönlich stellen, um ihre biometrischen Daten, darunter Fingerabdrücke der zehn Finger und ein Foto, erfassen zu lassen.
  • Die biometrischen Daten werden in der VIS-Datenbank gespeichert und sind danach fünf Jahre lang abrufbar, sodass Antragsteller bei nachfolgenden Anträgen nicht mehr persönlich erscheinen müssen.
  • Bei der Einreise in den Schengen-Raum können die Grenzkontrollbehörden die Identität der Reisenden mit dem VIS-System überprüfen.

Die Erfassung von Fingerabdrücken ist nicht erforderlich für:

  • Kinder unter 12 Jahren
  • Personen, bei denen eine Aufzeichnung von Fingerabdrücken physikalisch unmöglich ist
  • Staats- und Regierungschefs, Mitglieder einer nationalen Regierung, einschließlich ihrer Ehegatten und Mitglieder ihrer Delegation, wenn sie von der Regierung eines der Mitgliedstaaten oder einer internationalen Organisation offiziell eingeladen werden.

Die persönliche Anwesenheit ist obligatorisch, es sei denn, es wurden bereits Fingerabdrücke von der deutschen Botschaft oder einem anderen Schengen-Staat erfasst. Zum Einreichen des Visumantrages benötigen Sie dennoch einen Termin.