Visa Information System (VIS)

Das VIS ist ein System für den Austausch von Visa-Daten zwischen den Schengener Staaten. Das Hauptziele vom VIS bestehen darin, das Verfahren von Visumanträgen zu vereinfachen, Kontrollen an den Außengrenzen zu erleichtern und die Sicherheit- auch für den Antragsteller- zu erhöhen.

Das VIS System wurde am 11. Oktober 2011 durchgesetzt und schrittweise von den Visa-Zentren der verschiedenen Mitgliedstaaten des Schengen-Raums übernommen.
Die deutschen Auslandsvertretungen in der Ukrainischen Föderation wurden am 23.06.2015 mit der zentralen VIS-Datenbank verbunden. Seitdem müssen die Bewerber ihre Fingerabdrücke scannen lassen.

Nach der Annahme des VIS-Systems:

  • Der Antragsteller muss seinen ersten Antrag auf ein Schengen-Visum persönlich einreichen, damit die biometrischen Daten, einschließlich Fingerabdrücke und ein Foto, erfasst werden können.
  • Die oben genannten biometrischen Daten werden in der VIS-Datenbank gespeichert und können danach für 59 Monate abgerufen werden. Das bedeutet, dass die Antragsteller nach dem ersten Mal keinen persönlichen Antrag stellen müssen.
  • Bei der Einreise in den Schengen-Raum können die Grenzkontrollbehörden die Identität der Reisenden mithilfe des VIS-Systems überprüfen.

Alle Antragsteller, die für ein Schengen-Visum Antrag stellen, müssen bei der Beantragung ihre biometrischen Daten einreichen. Ein Schengen-Visumantrag kann nicht akzeptiert werden, wenn der Antragsteller die Abgabe seiner biometrischen Daten ablehnt. Es gibt keine Ausnahmeregelung gemäß EU-Verordnung.

Die folgenden Antragsteller sind von der Abgabe der Fingerabdrücke befreit:

  • Kinder unter 12 Jahren
  • Wenn physisch die Möglichkeit für die Erfassung von Fingerabdrücken nicht besteht.
  • Staats- oder Regierungschef, Mitglieder einer nationalen Regierung, einschließlich ihres Ehepartners und Mitglieder ihrer Delegation, wenn sie offiziell von den Regierungen eines Mitgliedstaats oder von einer internationalen Organisation eingeladen werden
  • Antragsteller, die in den letzten 59 Monaten bereits Fingerabdrücke für einen oder mehrere Schengen-Visumanträge gestellt haben

Die Anwesenheit ist obligatorisch, es sei denn, Fingerabdrücke wurden bereits von einer deutschen Mission oder einer anderen Mission von Schengen-Staaten erfasst.

In einigen Fällen kann es sein, dass die Antragsteller von der Auslandsvertretung gebeten werden, nach dem Visumsantrag erneut Fingerabdrücke abzugeben. Selbst wenn die Antragsteller in den letzten 59 Monaten bereits Fingerabdrücke für den Schengen-Visumantrag abgegeben haben, kann die Auslandsvertretung jederzeit die erneute Beschaffung der Fingerabdrücke beantragen. Dies liegt nur im Ermessen der Auslandsvertretung, und VisaMetric übernimmt hierbei keine Verantwortung.